Die Kirche als Schutzraum?! – Hilfe für geflüchtete Menschen

Nachdem sich die beiden evangelischen Religionskurse des 10. Jahrgangs und der Q1 im Unterricht intensiv mit der Thematik des Kirchenasyls auseinandergesetzt haben, gab es heute, am 9.7.26, die Möglichkeit bei einem Vortrag in den Arbeitsalltag der Menschen einzutauchen, die sich in Raum Duisburg um geflüchtete Personen kümmern.

Dabei konnte uns Reiner Siebert, der ehrenamtlich als Synodalbeauftragte für Kirchenasyl wirkt, an dem Beispiel einer jungen Frau aus dem Irak sehr anschaulich erläutern, wie kompliziert und auch emotional herausfordernd sich die Verteilung von Plätzen in den Kirchengemeinden darstellen kann. Aber auch, welche Chancen sich für alle Beteiligten ergeben, wenn die Menschlichkeit in den Vordergrund gestellt wird, indem man sich den oftmals traumatisierten Menschen annimmt und ihnen durch das Kirchenasyl Zeit verschafft, die ihnen ein Leben in Sicherheit zu ermöglichen.

Bild: Wiebke Ehmen

Einen eindrücklichen Blick auf die kommunale Ebene der Arbeit mit geflüchteten Menschen in Duisburg haben uns Frau Brune und Frau Demir von KIM (Kommunales Integrationsmanagement Nordrhein-Westfalen) ermöglicht. Sie haben aufgezeigt, wie wichtig es ist, dass jeder Fall im Einzelnen betrachtet werden muss und die betroffenen Personen dementsprechend individuell von ihnen beraten und unterstützt werden.

Zu erfahren, dass es sich wirklich lohnt, wenn man sich in ganz unterschiedlichen Bereichen für Integration und Schutz sowie den Abbau von Vorurteilen gegen Geflüchtete einsetzt, war für die Schüler*innen der beiden Kurse eine sehr eindrucksvolle Erfahrung.

Wiebke Ehmen