Philharmonie-Besuch hat Wiederholungscharakter!

Mit großer Vorfreude machten sich Schülerinnen und Schüler aus den Jahrgangsstufen EF und Q1 am 14.11.25 auf den Weg zur Essener Philharmonie. Für viele war es der erste Besuch in einem großen philharmonischen Konzertsaal. Der weite Weg hat sich gelohnt: Offen und neugierig ließen sie sich auf die besondere Atmosphäre, die Musik und das gesamte Konzerterlebnis ein. So schön auch, dass neben Herrn Tenner alle Referendare mit von der Partie waren.

Ein prächtiges Finale, das seinesgleichen sucht: Genau so präsentierten sich die Wiener Symphoniker zum Abschluss ihrer Jubiläumstournee zum 125-jährigen Bestehen. Auf dem Programm stand Mozarts legendäre „Jupiter“-Sinfonie, deren Name nicht zufällig an den Göttervater der Antike erinnert. In seiner letzten Sinfonie verbindet Mozart gelehrten und galanten Stil und schafft damit eine Krönung der Wiener Klassik. Unter der Leitung seines energiegeladenen Chefdirigenten Petr Popelka erfüllte das Orchester den Konzertsaal der Essener Philharmonie mit einer nachhaltig beeindruckenden Klangfülle.

Ein weiterer Höhepunkt des Abends war Ravels Klavierkonzert für die linke Hand. Das außergewöhnliche Werk schrieb der Komponist für Paul Wittgenstein, der im Ersten Weltkrieg seinen rechten Arm verloren hatte. Ravels Komposition, geprägt von virtuosem Spiel und jazzigen Elementen, entfaltete in der Interpretation von Anna Vinnitskaya eine besondere Strahlkraft. Die international gefeierte Pianistin begeisterte das Publikum mit technischer Brillanz, emotionalem Gestus und musikalischer Tiefe.

Das Konzert wurde mit Richard Wagners Eine Faust-Ouvertüre d-Moll, WWV 59, eröffnet. In der leitmotivischen Arbeit spiegeln sich Fausts Seelenleiden wider. Beinahe unheimlich ist der Beginn der Ouvertüre in den Kontrabässen und der Tuba, ehe das Hauptthema Fausts Innenleben offenbart.

Es war ein glanzvoller Abend, der uns zeigte, wie lebendig und inspirierend klassische Musik sein kann. Von der Pianistin und ihren erstaunlichen Fähigkeiten jedenfalls waren wir alle am stärksten beeindruckt.

Jonas Winter